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Berlin investiert weiter in Wissenschaftlerinnen: Millionenprogramm wird bis 2032 verlängert

Berlin - Mit einem langfristigen Förderprogramm will der Senat mehr Frauen den Weg zu Professuren und wissenschaftlichen Führungspositionen öffnen.

Das Berliner Chancengleichheitsprogramm wird von 2027 bis 2032 fortgesetzt.

Dafür stehen gemeinsam mit den Berliner Hochschulen jährlich rund 3,57 Millionen Euro bereit.


Den entsprechenden Beschluss fasste der Senat am 14. Juli 2026 auf Vorlage von Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra und Gleichstellungssenatorin Cansel Kiziltepe.


Das offiziell als „Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“ bezeichnete Programm startet damit nach einer positiven externen Evaluation in eine weitere sechsjährige Förderperiode.


Frauenanteil steigt – Parität noch nicht erreicht

Berlin nimmt nach Angaben des Senats im bundesweiten Gleichstellungsranking der Hochschulen seit mehreren Jahren einen Spitzenplatz ein. Auch das Chancengleichheitsprogramm habe zu dieser Entwicklung beigetragen.


Der Frauenanteil unter den Professorinnen und Professoren stieg demnach bis 2024 auf 37 Prozent. Vollständige Parität ist damit allerdings noch nicht erreicht. Vor allem in einigen Fachbereichen seien Frauen weiterhin deutlich unterrepräsentiert.


Das Programm soll deshalb strukturelle Hindernisse abbauen und Wissenschaftlerinnen sowie Künstlerinnen gezielt bei ihrer akademischen Karriere unterstützen.


Neue Professuren mit langfristiger Perspektive

In der neuen Förderperiode setzt das Land sowohl auf bereits bewährte als auch auf neue Instrumente. Gefördert werden unter anderem vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen auf W2- und W3-Professuren.


Hinzu kommen W1- und W2-Stellen, die mit einer klaren Perspektive auf eine dauerhafte Beschäftigung verbunden sein sollen. Auch Tandemprofessuren und innovative Verbundprojekte können künftig unterstützt werden.


Die Berliner Hochschulen können zudem weiterhin aus unterschiedlichen Fördermaßnahmen auswählen und diese kofinanzieren. Möglich sind beispielsweise Gastprofessuren, Qualifikationsstellen, Mentoringprogramme sowie weitere W1- und W2-Professuren.


Fokus auf bislang männerdominierte Fachbereiche

Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra erklärte, Berlin setze mit der Fortführung des Programms gerade in Zeiten intensiver Debatten über finanzielle Ressourcen ein starkes Zeichen für Chancengerechtigkeit in der Wissenschaft.


In der neuen Förderphase wolle das Land insbesondere jene Fachbereiche erreichen, in denen Professorinnen bislang deutlich unterrepräsentiert seien. Ziel sei es, zusätzliche Anreize für die Berufung von Frauen zu schaffen und ihre Position im Forschungsumfeld zu stärken.


Wenn Frauen daran gehindert würden, ihr Potenzial in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen auszuschöpfen, verliere auch die Gesellschaft Kreativität und Innovationskraft, betonte die Senatorin. Unterstützt werden die geförderten Wissenschaftlerinnen zudem durch ein bestehendes Alumnae-Netzwerk.


Mehr unterschiedliche Perspektiven in Forschung und Lehre

Gleichstellungssenatorin Cansel Kiziltepe verwies darauf, dass das Programm bereits wichtige Impulse für mehr Chancengleichheit in unterschiedlichen Fachkulturen gesetzt habe.


Die Förderziele seien stärker für intersektionale Perspektiven geöffnet worden. Dadurch könnten verschiedene Formen und Ursachen von Ungleichheit besser berücksichtigt werden.


Zugleich sollen die Hochschulen dabei unterstützt werden, Genderaspekte stärker in Forschung und Lehre zu verankern. Der Senat verbindet damit das Ziel, unterschiedliche Perspektiven in der Wissenschaft sichtbar zu machen und eine diskriminierungsfreie sowie inklusive Hochschullandschaft weiterzuentwickeln.


Mit der Finanzierung bis 2032 schafft Berlin langfristige Planungssicherheit. Hochschulen erhalten damit die Möglichkeit, erfolgreiche Maßnahmen fortzuführen, neue Fördermodelle zu erproben und mehr qualifizierten Frauen dauerhafte Karriereperspektiven in Forschung, Lehre und Kunst zu eröffnen.

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