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Familiengipfel in Berlin: Der Senat will Familienpolitik neu ausrichten

Berlin - Berlin stellt Familien stärker in den Mittelpunkt: Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat gemeinsam mit dem Berliner Beirat für Familienfragen zum ersten Berliner Familiengipfel eingeladen.


Unter dem Motto „Gemeinsam im Dialog – Familien stärken. Zukunft sichern.“ kamen Familien, Fachkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.


Ziel des Gipfels: Familien sollen nicht nur Thema politischer Entscheidungen sein, sondern ihre Erfahrungen, Sorgen und Ideen selbst einbringen. Es geht um nichts weniger als die Frage, wie Familienpolitik in Berlin in den kommenden Jahren moderner, näher am Alltag und wirksamer werden kann.


Berlin sucht den direkten Draht zu Familien

Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsfragen: Wie lassen sich Familie und Beruf besser vereinbaren? Wie kann Bildungsgerechtigkeit gestärkt werden? Welche Unterstützung brauchen Alleinerziehende? Und was bedeutet familienfreundliche Stadtentwicklung konkret in einer wachsenden Metropole wie Berlin?


Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch eröffnete die Veranstaltung und nahm im weiteren Verlauf an der Podiumsdiskussion „Was brauchen Familien heute – und morgen?“ teil.

Dort diskutierte sie gemeinsam mit Berliner Familien sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis und Politik über konkrete Bedürfnisse im Familienalltag.


Günther-Wünsch machte deutlich, welchen Stellenwert das Thema für den Senat hat: „Familienpolitik ist Zukunftspolitik. Wer Berlin stark machen will, muss Familien stärken.

Deshalb wollen wir Familien nicht nur entlasten, sondern ihre Perspektiven hören und konsequent in politische Entscheidungen einbeziehen.


Mit dem ersten Berliner Familiengipfel gestalten Familien aktiv mit, wie präventive Angebote zur Unterstützung ihres Alltags künftig noch passgenauer werden können.“


Vom Dialog zur konkreten Politik

Die Ergebnisse des Familiengipfels sollen nicht in der Schublade verschwinden. Sie fließen nach Angaben der Senatsverwaltung in die weitere familienpolitische Arbeit des Landes ein – insbesondere in die Erarbeitung des ersten Landesfamilienförderplans.


Dieser Plan ist ein wichtiger Baustein für eine verlässliche Familienpolitik in Berlin. Mit dem Berliner Familienfördergesetz hat das Land bereits verbindliche Grundlagen für Umfang, Qualität und Weiterentwicklung familienfördernder Angebote geschaffen. Der Gipfel knüpft daran an und soll den Austausch zwischen Politik, Fachpraxis und Familien dauerhaft stärken.


Auch Kazım Erdoğan, Vorsitzender des Berliner Beirats für Familienfragen, betonte die Bedeutung des gemeinsamen Gesprächs: „Es ist wichtig, dass wir miteinander ins Gespräch kommen: Familien, Fachkräfte, Verbände, Verwaltung und Politik. Denn gute Familienpolitik entsteht nicht über Familien, sondern mit Familien.“


Workshops, Austausch und konkrete Empfehlungen

Im weiteren Verlauf arbeiteten Familien, Fachkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Praxis in Workshops und Dialogformaten an Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Berliner Familienpolitik.


Zum Abschluss wurden zentrale Eindrücke und Ergebnisse im Familienplenum gemeinsam mit Falko Liecke, Staatssekretär für Jugend und Familie, diskutiert und zusammengeführt.


Begleitet wurde der Gipfel von einem „Markt der Möglichkeiten“. Dort präsentierten Berliner Beratungs- und Unterstützungsangebote ihre Arbeit. Kreative Mitmachangebote für Familien sowie ein Kulturprogramm boten zusätzlich Raum für Begegnung, Austausch und Beteiligung.


Berlin setzt auf Familien als Partner

Der erste Berliner Familiengipfel sendet damit ein klares Signal: Familien sollen in der Hauptstadtpolitik sichtbarer werden. Der Senat setzt auf Dialog, Beteiligung und präventive Unterstützung – mit dem Anspruch, Angebote künftig passgenauer auf den Alltag der Berlinerinnen und Berliner auszurichten.


Gerade in einer Stadt, in der Familien sehr unterschiedliche Lebensrealitäten haben, kann dieser direkte Austausch ein wichtiger Schritt sein. Denn wer Familienpolitik zukunftsfest machen will, muss wissen, was Familien heute tatsächlich brauchen.

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