Lichtenberg sucht: Wer bekommt den Integrationspreis 2026?
- MER-Redaktion

- 23. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Lichtenberg - Bis zum 31. August 2026 können Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Projekte und Initiativen Vorschläge für den diesjährigen Integrationspreis des Bezirks einreichen.
Das Bezirksamt Lichtenberg stellt die Auszeichnung in diesem Jahr unter das Motto „Integration und Demokratie“ – und rückt damit Menschen in den Mittelpunkt, die migrantischen Communities den Weg in gesellschaftliche und politische Teilhabe erleichtern.
Ein Preis für Menschen, die verbinden
Gesucht werden Engagierte, die dort ansetzen, wo Demokratie im Alltag beginnt: im Kiez, in Vereinen, in Beratungsstellen, in Nachbarschaftsprojekten, in Bildungsangeboten oder in Initiativen, die Menschen mit Migrationsgeschichte stärken.
Ausgezeichnet werden können Einzelpersonen, Gruppen, Projekte oder Initiativen, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, dass Zugewanderte und Geflüchtete demokratische Prozesse verstehen, mitgestalten und selbstbewusst wahrnehmen können.
Damit setzt der CDU-geführte Bezirk Lichtenberg ein deutliches Zeichen für Zusammenhalt, Mitwirkung und gelebte Verantwortung. Gerade in einem Bezirk, der seit Jahrzehnten Ankunftsort für Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern ist, bekommt der Preis eine besondere Bedeutung.
„Vielfältige und integrative Gemeinschaft“
Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) betont die Bedeutung des Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Bezirk verleihe den Integrationspreis einmal im Jahr, um Engagement zugunsten einer ebenso vielfältigen wie integrativen Gemeinschaft wertzuschätzen.
In diesem Jahr wolle man diejenigen auszeichnen, die sich für die gesellschaftliche und politische Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte einsetzen.
Lichtenberg blickt dabei auf eine lange Geschichte als Ankunftsbezirk zurück.
Nach Angaben des Bezirksamts kamen in den 1990er-Jahren viele Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien.
In den vergangenen Jahren suchten zudem Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und der Ukraine Schutz in Berlin. Nicht wenige von ihnen fanden in Lichtenberg ein neues Zuhause.
Demokratie beginnt im Kiez
Das diesjährige Motto „Integration und Demokratie“ greift auch die politische Lage im Wahljahr auf. Im Herbst wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Umso stärker rückt die Frage in den Vordergrund, wie alle Menschen, die in der Stadt leben, an demokratischer Debatte, politischer Bildung, Beteiligung und gesellschaftlichem Leben teilhaben können.
Der Integrationspreis würdigt genau jene Arbeit, die oft leise beginnt, aber große Wirkung entfalten kann: Menschen erklären Behördenwege, begleiten Familien, organisieren Begegnungen, übersetzen zwischen Kulturen, schaffen Vertrauen oder motivieren dazu, sich einzubringen. Diese Arbeit stärkt nicht nur einzelne Menschen, sondern den ganzen Bezirk.
1.000 Euro und Ehrung im Kulturhaus Karlshorst
Vorschläge können bis zum 31. August 2026 eingereicht werden. Wichtig ist eine aussagekräftige Begründung, die deutlich macht, warum die vorgeschlagene Person, Initiative oder das Projekt zum Motto „Integration und Demokratie“ passt.
Die Vorschläge gehen per E-Mail an die Geschäftsstelle der Jury des Integrationspreises unter fabian.nehring@lichtenberg.berlin.de. Alternativ ist eine schriftliche Einreichung per Post möglich an: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Fabian Nehring, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin.
Aus allen eingegangenen Vorschlägen wählt eine Jury unter Leitung des Bezirksbürgermeisters eine Preisträgerin oder einen Preisträger aus. Die Auszeichnung ist mit einer Geldprämie in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Dazu kommt eine Ehrenurkunde. Verliehen wird der Integrationspreis im Oktober 2026 im Kulturhaus Karlshorst.
Jetzt Vorschläge einreichen
Mit dem Aufruf macht das Bezirksamt sichtbar, wie wichtig ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement für ein funktionierendes Zusammenleben ist.
Wer Menschen kennt, die Integration nicht nur fordern, sondern Tag für Tag praktisch möglich machen, kann sie jetzt für den Lichtenberger Integrationspreis 2026 vorschlagen.




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