Neues Schreibbüro soll Anträge schneller machen
- MER-Redaktion

- 22. Mai
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Lichtenberg - Wer Wohngeld, einen Wohnberechtigungsschein oder Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragen möchte, soll in Lichtenberg künftig deutlich einfacher Unterstützung bekommen.
Das Bezirksamt startet ab dem 1. Juni 2026 gemeinsam mit dem Träger agens ein neues „Mobiles Schreibbüro“. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger beim Ausfüllen und Zusammenstellen der Unterlagen zu unterstützen – und so zugleich die Bearbeitung in der Verwaltung zu beschleunigen.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die bei Anträgen Unterstützung benötigen oder Schwierigkeiten mit Formularen und Nachweisen haben. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Schreibbüros sollen die Unterlagen vollständig vorbereitet werden, damit Rückfragen und Verzögerungen möglichst entfallen.
Hilfe im Bürgeramt Neu-Hohenschönhausen
Das neue Angebot wird künftig im Bürgeramt 1 in Neu-Hohenschönhausen in der Egon-Erwin-Kisch-Straße angeboten.
Die Sprechzeiten orientieren sich an den Öffnungszeiten des Bürgeramtes. Hinter dem Projekt steckt zugleich ein arbeitsmarktpolitischer Ansatz: Das Schreibbüro ist ein öffentlich gefördertes Beschäftigungsprojekt zur Wiedereingliederung langzeitarbeitsloser Menschen.
Sozialstadträtin Dr. Catrin Gocksch von der CDU erklärte, mit dem Mobilen Schreibbüro werde ein weiterer Zugangsweg zu Leistungen der Verwaltung geschaffen. Gleichzeitig könnten Bearbeitungszeiten sinken, weil Anträge vollständiger eingereicht würden.
Zudem bedankte sie sich beim Träger agens für die Unterstützung von Menschen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.
Auch agens sieht Vorteile für beide Seiten. Regionalteamleiter Michael Neß erklärte, die Kooperation ermögliche Teilnehmenden einen praxisnahen Wiedereinstieg ins Berufsleben und unterstütze gleichzeitig die Verwaltung im Alltag.
Verwaltung soll bürgernäher werden
Das Projekt passt zu dem Kurs vieler Berliner Bezirke und des CDU-geführten Senats, Verwaltungsangebote stärker auf Alltagstauglichkeit und Erreichbarkeit auszurichten.
Gerade bei Sozialleistungen sorgen unvollständige Unterlagen häufig für lange Bearbeitungszeiten und zusätzlichen Aufwand für Antragsteller und Behörden.
Mit dem neuen Angebot setzt Lichtenberg nun auf direkte Unterstützung vor Ort – und auf einen pragmatischen Ansatz, um Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger einfacher zugänglich zu machen.




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