Otto Nagel zurück im Fokus: Neue Ausstellung erinnert an berühmten Künstlers
Marzahn-Hellersdorf - Ein bedeutender Künstler des Bezirks rückt wieder ins Rampenlicht:
Die Mark-Twain-Bibliothek in Marzahn eröffnet am Mittwoch, 2. September 2026, die Ausstellung „Otto Nagel – Visionär einer gerechten Gesellschaft“.
Ab 19 Uhr können Besucherinnen und Besucher in der Marzahner Promenade 52–54 in das bewegte Leben des Malers, Grafikers und Kulturakteurs eintauchen. Die Ausstellung bleibt bis zum 7. November 2026 zu sehen.
Künstler zwischen Anerkennung und Konflikt
Otto Nagels Biografie erzählt zugleich ein Stück deutscher Geschichte. Die Ausstellung zeichnet seinen Weg von der Weimarer Republik über seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus bis hin zu seinem Wirken nach dem Zweiten Weltkrieg nach.
Dabei geht es nicht allein um seine Kunst. Im Mittelpunkt steht auch Nagels Einsatz für eine unabhängige künstlerische Arbeit – und sein schwieriges Verhältnis zur Kulturpolitik der DDR.
Denn obwohl Nagel als Künstler und Antifaschist öffentlich Anerkennung erfuhr, geriet er zugleich in Konflikt mit staatlichen Stellen. Genau dieses Spannungsverhältnis nimmt die Ausstellung in den Blick. Auch das Schicksal seiner Familie wird thematisiert.
Enkelin erzählt über Otto Nagel
Für einen besonders persönlichen Blick auf den Künstler sorgt zur Vernissage Salka-Valka Schallenberg. Gemeinsam mit Bernd Schallenberg hat sie die Ausstellung kuratiert.
Bei der Eröffnung spricht sie über die Biografie ihres Großvaters und beantwortet anschließend Fragen aus dem Publikum.
Damit soll Otto Nagel nicht nur als historische Persönlichkeit, sondern auch als Mensch hinter seinen Bildern sichtbar werden.
Musikalisch begleitet wird der Abend von Bernd Schallenberg. Am Klavier präsentiert er Auszüge aus seinem Programm „piano reflections“.
Biesdorf wurde seine Heimat
Mit Marzahn-Hellersdorf ist Otto Nagels Geschichte eng verbunden. Von 1951 bis zu seinem Tod im Jahr 1967 lebte der Künstler in Biesdorf.
Seine Spuren sind dort bis heute sichtbar: Sowohl seine ehemalige Wohnstraße als auch ein Gymnasium im Bezirk tragen inzwischen seinen Namen. Die neue Ausstellung knüpft damit unmittelbar an die lokale Geschichte Marzahn-Hellersdorfs an.
Eintritt frei – Anmeldung erwünscht
Die Vernissage beginnt am Mittwoch, 2. September, um 19 Uhr in der Mark-Twain-Bibliothek, Marzahner Promenade 52–54.
Der Eintritt ist kostenlos. Beim Verlassen können Besucherinnen und Besucher freiwillig für den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e. V. spenden. Mit den Einnahmen werden weitere Veranstaltungen unterstützt.
Um vorherige Anmeldung wird gebeten – telefonisch unter 030 54 704 142 oder per E-Mail an ines.bartel@ba-mh.berlin.de.
Während der Veranstaltung können Foto- oder Videoaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek entstehen.





Kommentare