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Polizei-Kahlschlag in Hohenschönhausen? CDU-Politiker schlagen Alarm und starten Petition

Lichtenberg – In Hohenschönhausen wächst die Sorge um die Zukunft der örtlichen Polizeipräsenz. Die beiden CDU-Politiker Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold warnen vor weitreichenden Veränderungen beim Polizeiabschnitt in der Pablo-Picasso-Straße.


Nach ihren Angaben könnten rund 60 Stellen wegfallen und Einsatzfahrzeuge künftig von einem anderen Standort aus starten.


Sorge um längere Anfahrtswege

Wie Freymark und Pätzold in einem gemeinsamen Aufruf erklären, solle der Polizeiabschnitt in Hohenschönhausen von derzeit 196 Stellen auf etwa 136 Stellen reduziert werden. Besonders kritisch sehen die beiden Politiker den geplanten Abzug der Einsatzwagen.


Nach ihren Angaben würden Einsätze künftig vom Polizeiabschnitt in der Nöldnerstraße im Ortsteil Rummelsburg aus gefahren. Das entspreche einer Entfernung von rund elf Kilometern und einer Fahrzeit von etwa 25 Minuten. Die CDU-Politiker befürchten, dass dadurch die sichtbare Polizeipräsenz in Hohenschönhausen abnehmen könnte.


Eine offizielle Bestätigung der genannten Zahlen durch die Berliner Innenverwaltung lag in den veröffentlichten Unterlagen nicht vor. Die Angaben stammen aus einer von Freymark und Pätzold gestarteten Petition und einem dazugehörigen Newsletter.


Petition gegen mögliche Schwächung des Standorts

Mit einer Online-Petition wollen die Initiatoren nun öffentlichen Druck aufbauen. Ziel sei der Erhalt einer starken Polizeipräsenz in Hohenschönhausen.


Die Politiker erklären, es bestehe die Sorge, dass die aktuellen Planungen an frühere Überlegungen zur Neuordnung von Polizeistandorten anknüpfen könnten. Eine schrittweise Schwächung oder gar Schließung des Standorts dürfe es aus ihrer Sicht nicht geben.


Freymark und Pätzold werben deshalb um Unterstützung aus der Bevölkerung. Unterschriften können sowohl online als auch in ihren Bürgerbüros geleistet werden.


Millioneninvestition für die Polizeiwache

Besonders bemerkenswert: Gleichzeitig steht für das Polizeigebäude in der Pablo-Picasso-Straße eine umfangreiche Sanierung an. Nach Angaben der CDU-Politiker investiert das Land Berlin mehr als 30 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts.


Die Bauarbeiten sollen die Arbeitsbedingungen für die Beamtinnen und Beamten deutlich verbessern. Aus Sicht der Initiatoren wäre es daher schwer nachvollziehbar, wenn parallel dazu Personal und Einsatzkapazitäten reduziert würden.


Sicherheit bleibt zentrales Thema

Die Debatte zeigt erneut, welche Bedeutung das Thema Sicherheit für viele Menschen im Bezirk hat. Gerade in einem wachsenden Stadtteil wie Hohenschönhausen wird eine gut erreichbare Polizei von vielen Bürgerinnen und Bürgern als wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge angesehen.


Ob die befürchteten Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Diskussion über die Zukunft des Polizeistandorts dürfte die Kommunal- und Landespolitik in den kommenden Wochen weiter beschäftigen.

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