Schluss mit Einschüchterung: Wegner will Berlins Schulen sicherer machen
- MER-Redaktion

- 26. Juni
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Berlin - Wegner zieht Konsequenzen aus Gewalt-Studie: Schulen müssen wieder sichere Orte sein. Gewalt, Mobbing, Einschüchterung und Druck im Schulalltag: Der Berliner Senat will nach den Ergebnissen des neuen Konflikt- und Gewaltbarometers konkrete Maßnahmen erarbeiten.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner stellt sich dabei klar hinter Kinder, Lehrkräfte und pädagogisches Personal.
Berlin schaut hin
Gewalt an Schulen ist kein Randthema mehr. Das macht das neue Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer deutlich. Die Untersuchung beschreibt Konflikte, Gewalt, Diskriminierung, Einschüchterung sowie sozialen und religiösen Konformitätsdruck als reale Herausforderungen an vielen Schulen der Hauptstadt.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner machte nach Veröffentlichung der Ergebnisse klar, dass der Senat die Befunde ernst nehme. Probleme müssten beim Namen genannt werden, um sie wirksam bekämpfen zu können. Schulen müssten sichere Orte sein – für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und das gesamte pädagogische Personal.
Wegner: Lehrkräfte werden nicht alleingelassen
Wegner stellte sich ausdrücklich hinter die Lehrerinnen und Lehrer. Sie bräuchten Rückhalt und konkrete Unterstützung. Jede Lehrkraft habe das Recht, ihren Bildungsauftrag ohne Einschüchterung und Gewalt erfüllen zu können.
Auch für Schülerinnen und Schüler formulierte der Regierende Bürgermeister einen klaren Anspruch: Jedes Kind habe das Recht, frei, sicher und ohne Angst zu lernen. Berlin werde dort konsequent handeln, wo Grenzen überschritten würden.
Studie liefert erstmals breite Datengrundlage
Das Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer gilt als umfassende wissenschaftliche Untersuchung zu Konflikten, Gewalt, Diskriminierung und Konformitätsdruck an Schulen. Nach Angaben der Bildungsverwaltung basiert die Studie auf Angaben von mehr als 14.000 Schülerinnen und Schülern sowie über 2.500 Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitenden. Berlin legt damit als erstes Bundesland eine solche Untersuchung in dieser Breite vor.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Herausforderungen: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeitenden bewertet Gewalt und Konflikte an der eigenen Schule als großes oder sehr großes Problem. Fast zwei Drittel berichten laut Senatsverwaltung von einer Zunahme der Gewalt seit der Corona-Pandemie.
Der Senat setzt auf Prävention, Intervention und klare Grenzen
Die Veröffentlichung soll nicht das Ende, sondern der Beginn eines weiteren Arbeitsprozesses sein. Gemeinsam mit Wissenschaft, Schulpraxis, Schüler- und Elternvertretungen, Bezirken, weiteren Senatsverwaltungen sowie Expertinnen und Experten sollen die Ergebnisse vertieft und konkrete Maßnahmen entwickelt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Dreiklang: Prävention, damit Gewalt gar nicht erst entsteht. Intervention, damit Konflikte früh erkannt und eingedämmt werden. Und Repression dort, wo Grenzen überschritten werden und Gewalt nicht folgenlos bleiben darf.
Klare Botschaft aus dem Roten Rathaus
Wegners Botschaft ist deutlich: Berlin will nicht wegsehen. Der Senat will Schulen stärken, Lehrkräfte unterstützen und Kindern einen Lernort sichern, an dem Respekt, Schutz und Freiheit selbstverständlich sind.
Gerade weil Schule weit mehr ist als Unterricht, geht es jetzt um Vertrauen: Vertrauen der Eltern, Vertrauen der Lehrkräfte und vor allem Vertrauen der Kinder, dass ihre Schule ein Ort ist, an dem sie sicher lernen, wachsen und ihren Weg gehen können.




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