Senat beschließt Personalprogramm für einen moderneren Landesdienst
- MER-Redaktion

- 10. Juni
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Berlin - Die Berliner Verwaltung soll moderner, digitaler und attraktiver werden. Der Senat hat dafür den aktuellen Bericht zum Personalpolitischen Aktionsprogramm beschlossen.
Vorgelegt wurde er von Finanzsenator Stefan Evers. Nun geht der Bericht dem Abgeordnetenhaus zur Kenntnisnahme zu.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Land Berlin als Arbeitgeber stärker, schneller und zukunftsfester werden kann. Denn klar ist: Eine funktionierende Hauptstadt braucht nicht nur gute Gesetze und moderne Technik, sondern vor allem Menschen, die Verwaltung jeden Tag möglich machen.
Fünf Felder für eine stärkere Verwaltung
Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025.
Er zeigt Fortschritte in fünf zentralen Handlungsfeldern des Personalentwicklungsprogramms 2030.
Dazu gehören modernes Recruiting, bessere Qualifizierung, mehr Arbeitgeberattraktivität, zeitgemäße rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Verbindung von Digitalisierung und Personalmanagement.
Damit setzt der Senat unter Kai Wegner einen weiteren Baustein seiner Verwaltungsmodernisierung um. Ziel ist ein Landesdienst, der schneller Personal gewinnt, Beschäftigte besser begleitet und digitale Prozesse konsequenter nutzt.
Einheitlicher Auftritt bei Stellenanzeigen
Ein sichtbarer Schritt betrifft das Recruiting. Die Ausführungsvorschriften zur Ausschreibung von Stellen wurden überarbeitet. Parallel dazu wurden im landesweiten E-Recruiting-System rund 800 Stellenausschreibungen der Behörden und Einrichtungen des unmittelbaren Landesdienstes in ein moderneres, prägnanteres und einheitliches Erscheinungsbild übertragen.
Für Bewerberinnen und Bewerber soll damit schneller erkennbar werden, welche Chancen der öffentliche Dienst in Berlin bietet. Gerade im Wettbewerb um Fachkräfte ist ein klarer, professioneller Auftritt ein wichtiger Faktor.
Reform macht Einstieg und Aufstieg flexibler
Auch das Dienstrecht wurde weiterentwickelt. Mit der Reform des Laufbahnrechts soll der Einstieg in die Beamtenlaufbahn des allgemeinen Verwaltungsdienstes erleichtert werden. Zugleich sollen Beförderungsmöglichkeiten flexibler ausgestaltet werden.
Das ist mehr als eine interne Verwaltungsfrage. Wenn Berlin schneller geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnt und Entwicklungsmöglichkeiten verbessert, kann davon am Ende auch die Leistungsfähigkeit der Verwaltung profitieren.
Neue Verwaltungsakademie stärkt Aus- und Fortbildung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Qualifizierung und Kompetenzaufbau. Hervorgehoben wird die Neugründung der Verwaltungsakademie Berlin als Landesamt für Aus- und Fortbildung sowie Interne Beratung.
Die Veränderung soll helfen, die großen Zukunftsaufgaben besser zu bewältigen: Digitalisierung, Transformation und moderne Führung. Dazu wurde im Rahmen des Personalentwicklungsprogramms 2030 auch ein berlinweites Führungsleitbild entwickelt.
Es definiert Führungsqualität einheitlich und setzt auf eine moderne, kooperative und zukunftsgerichtete Führungskultur.
Mehr Schutz, Gesundheit und Wohnraum für Beschäftigte
Auch die Attraktivität des Landes Berlin als Arbeitgeber stand im Fokus. Die erste landesweite Beschäftigtenbefragung „Impuls Berlin“ wurde gestartet und abgeschlossen. Sie soll der Verwaltung ein wichtiges Stimmungsbild liefern.
Zudem wurden Rahmendienstvereinbarungen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement sowie zum Schutz der Beschäftigten vor Gewalt im Berliner Landesdienst abgeschlossen und umgesetzt.
Damit erhalten Dienststellen verbindlichere Grundlagen für Gesundheit, Wiedereingliederung und den Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz.
Ein weiteres Thema ist das Beschäftigtenwohnen. Grundlage dafür ist unter anderem der Wohnraumbedarf von Beschäftigten bis 2031, besonders bei Nachwuchskräften.
Bereits jetzt finden sich Angebote im Berliner Karriereportal. Die landeseigene Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH bietet zudem Wohnraum im Segment Beschäftigtenwohnen an. Dazu zählt auch das Projekt „Home Base“, das Auszubildende und dual Studierende des öffentlichen Dienstes unterstützen soll, besonders in Mangelberufen.
Digitale Personalprozesse unter einem Dach
Im Bereich Digitalisierung wurde die Leitstelle Transformation eingerichtet. Dort werden Transformations- und Digitalisierungsprojekte im Querschnittsfeld Personal gebündelt.
Dazu gehören unter anderem das Serviceorientierte Personalmanagement, die elektronische Personalakte und der Verfahrensbetrieb des E-Recruiting-Systems.
Staatssekretär Wolfgang Schyrocki erklärte dazu: „Die Berliner Verwaltung muss digitaler, moderner und KI-fähiger werden – und zugleich die Menschen gewinnen und qualifizieren, die diese Veränderung gestalten. Genau deshalb setzen wir auf eine moderne, vorausschauende Personalpolitik.“
Der Bericht zeige, dass 2025 konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht worden seien – von modernerem Recruiting über bessere Führung bis hin zu digitalen Personalprozessen. Damit werde die Verwaltung als leistungsfähiger Dienstleister für die Stadt und als attraktiver Arbeitgeber gestärkt.
Ein Signal für Berlins Zukunftsfähigkeit
Seit 2017 legt der Senat die Schwerpunkte der Personalpolitik für den unmittelbaren Berliner Landesdienst im Personalpolitischen Aktionsprogramm fest. Die aktuelle Fortschreibung erfolgt nach Angaben des Senats in dieser Berichtsform zum letzten Mal.
Für Berlin ist das Programm ein wichtiger Schritt: Die Hauptstadt braucht eine Verwaltung, die mitwächst, schneller arbeitet und als Arbeitgeber überzeugt. Der aktuelle Bericht zeigt, dass der Senat diese Modernisierung nicht nur ankündigt, sondern in konkreten Projekten vorantreibt.




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