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Berlin stärkt Schulen für den Ernstfall: Notfallvorsorge wird weiter ausgebaut

31. Aug.
2 Min. Lesezeit

Berlin - Der Berliner Senat baut die Notfallvorsorge an Schulen weiter aus. Neue technische Standards, einheitliche Gebäudekennzeichnungen und zusätzliche Angebote zur Ersten Hilfe sollen Schulen besser auf Krisen- und Katastrophenlagen vorbereiten. Der jetzt vorgelegte Zwischenbericht zeigt, welche Maßnahmen bereits laufen und welche nächsten Schritte geplant sind.


Der Senat hat den Bericht auf Vorlage von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch zur Kenntnis genommen. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl bauliche und technische Schutzmaßnahmen als auch die Frage, wie Schülerinnen und Schüler im Ernstfall selbst handlungsfähiger werden können.


Neue Standards für Schulgebäude

Für Schulneubauten wurden die Vorgaben zum Schutz der Schulgemeinschaft weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem Anforderungen an Alarmierungsanlagen und besondere Schließsysteme.


Soweit es die jeweiligen baulichen Gegebenheiten zulassen, sollen diese Vorgaben auch als Orientierung für Umbauten und Erweiterungen bestehender Schulen dienen.

Die aktualisierten Standards wurden gemeinsam mit dem Landeskriminalamt und dem Bezirksamt Neukölln erarbeitet.


Schulgebäude sollen einheitlich gekennzeichnet werden

Auch bei der Kennzeichnung der Berliner Schulgebäude soll es weitere Fortschritte geben.

Die Bezirke sind aufgefordert, die entsprechende Kennzeichnung aller Schulen bis Ende 2027 umzusetzen.


Dadurch sollen Schulgebäude künftig nach einem einheitlicheren System erfasst und erkennbar gemacht werden.


Parallel dazu ist eine landesweite Erhebung zur technischen Ausstattung der öffentlich allgemeinbildenden Schulen vorgesehen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche Alarmierungssysteme vorhanden sind und wie diese funktionieren.


Mehr als 70 Oberschulen trainieren bereits den Ernstfall

Ein zweiter großer Schwerpunkt liegt auf Erster Hilfe und der Selbsthilfefähigkeit von Schülerinnen und Schülern.


Mehr als 70 Berliner Oberschulen haben bereits am Projekt „Berliner Schüler retten Leben“ teilgenommen. Viele Schulen wurden dafür mit Reanimationspuppen ausgestattet, mit denen lebensrettende Maßnahmen praktisch geübt werden können.


Eine neue Kooperation mit der ADAC Stiftung soll helfen, das Angebot künftig an noch mehr Schulen zu bringen.

Damit setzt Berlin nicht allein auf technische Schutzsysteme, sondern stärkt zugleich die Fähigkeit junger Menschen, in Notfällen selbst schnell reagieren zu können.


Grundschulen sollen auf längere Stromausfälle vorbereitet werden

Auch mögliche großflächige Stromausfälle spielen in den weiteren Planungen eine Rolle.

Für die Berliner Grundschulen wird derzeit ein Muster-Konzept entwickelt, das Schulen auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereiten soll.


Die schulischen Krisenteams sollen bei der Umsetzung bei Bedarf unterstützt werden.

Darüber hinaus wird geprüft, ob und in welcher Form eine Notstromeinspeisung an Schulen möglich ist.


Nächster Bericht für 2027 geplant

Mit dem Zwischenbericht bündelt der Senat verschiedene Maßnahmen, die Berliner Schulen Schritt für Schritt widerstandsfähiger gegenüber Krisenlagen machen sollen.


Dabei reichen die Planungen von moderner Alarmierungstechnik und Schließsystemen über einheitliche Gebäudekennzeichnungen bis hin zu Reanimationstrainings und Vorsorgekonzepten für Stromausfälle.

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