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In nur zwei Jahren gebaut: Neue Grundschule in Staaken eröffnet – Platz für mehr als 400 Kinder

16. Sept.
2 Min. Lesezeit

Spandau - Staaken hat einen neuen Grundschulstandort: Die 33. Schule (Grundschule) an der Heerstraße 580 hat pünktlich zum Beginn des Schuljahres 2026/27 ihren Betrieb aufgenommen. Derzeit lernen dort rund 125 Kinder. In den kommenden Jahren soll die Schule Platz für etwa 432 Schülerinnen und Schüler bieten.


Am 9. September wurde der Neubau offiziell eröffnet. Bei der symbolischen Schlüsselübergabe waren unter anderem Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler, Staatssekretär Dr. Torsten Kühne, Spandaus Bezirksbürgermeister Frank Bewig, Bezirksstadträtin Dr. Carola Brückner und der kommissarische Schulleiter Lukas Bergel dabei.


Neue Schulplätze entlasten Staaken

Mit der neuen Schule reagiert Spandau auf den hohen Bedarf an Grundschulplätzen im westlichen Teil des Bezirks. Nach Angaben von Bezirksstadträtin Carola Brückner konnten durch die zusätzlichen Kapazitäten zugleich die Einschulungsbereiche von fünf benachbarten Grundschulen verkleinert und diese Standorte damit entlastet werden.


Auch Bezirksbürgermeister Frank Bewig verwies darauf, dass mit dem Wachstum Spandaus zusätzliche soziale Infrastruktur benötigt werde. Der neue Standort schaffe nicht nur Schulplätze, sondern solle mit seiner Sporthalle auch einen Mehrwert für den Stadtteil bieten.


Moderne Compartments statt klassischer Schulflure

Gebaut wurde eine sogenannte Compartmentschule. Dabei werden Stammgruppen-, Teilungs- und Teamräume jeweils um ein gemeinsames Forum angeordnet. Dadurch entstehen kleinere räumliche Einheiten, die verschiedene Unterrichtsformen ermöglichen und zugleich Bereiche für Rückzug und Erholung schaffen.


Insgesamt verfügt der Neubau über sechs Compartments auf drei Obergeschossen. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Fachräume sowie eine Mensa mit angeschlossenem Mehrzweckraum. Das Konzept soll insbesondere moderne Formen des ganztägigen und inklusiven Lernens unterstützen.


Nur rund zwei Jahre Bauzeit

Bemerkenswert ist vor allem das Tempo: Nach Angaben des Landes entstand die dreizügige Grundschule innerhalb von rund zwei Jahren Bauzeit. Möglich wurde dies durch einen standardisierten Typenbau im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive.


Der Schultyp wird berlinweit an insgesamt 16 Standorten umgesetzt. Weil wesentliche Teile der Planung nur einmal entwickelt werden müssen, kann der Entwurf anschließend an die Bedingungen des jeweiligen Grundstücks angepasst werden.


In Spandau ist es nach der im vergangenen Jahr eröffneten Lillian-Zeller-Grundschule bereits die zweite dreizügige Grundschule dieses Typs.


Nach Angaben der Berliner Schulbauoffensive wurden seit deren Beginn inzwischen 62.000 neue Schulplätze geschaffen. Bis zum Schuljahresbeginn 2026/27 entstanden zudem 41 neue Schulen und 119 Modulare Ergänzungsbauten.


Neue Sporthalle auch für Vereine

Zum Schulstandort gehört außerdem eine Dreifeldsporthalle, die künftig außerhalb des Schulbetriebs auch Vereinen zur Verfügung stehen soll. Hinzu kommt ein Bolzplatz. Weitere Spiel-, Grün- und Außenflächen sollen nach Angaben des Bezirksamtes bis zum Jahresende fertiggestellt werden.


Auch energetisch ist der Neubau modern ausgestattet: Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 107 Kilowatt-Peak soll künftig Strom produzieren. Das Gebäude wurde nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes mit der Qualitätsstufe „Silber“ zertifiziert.


Rund 50,6 Millionen Euro investiert

Das Investitionsvolumen für den neuen Schulstandort beträgt nach offiziellen Angaben rund 50,6 Millionen Euro. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen setzte das Vorhaben in Amtshilfe für den Bezirk Spandau um. Mit der baulichen Realisierung war das Generalunternehmen GOLDBECK beauftragt.


Für Staaken bedeutet die Eröffnung damit nicht nur mehrere hundert zusätzliche Schulplätze: Mit modernen Lernräumen, neuer Sportinfrastruktur und den noch entstehenden Außenanlagen wächst an der Heerstraße ein vollständig neuer Bildungsstandort für den Spandauer Westen.

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