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Nach der Sommerpause geht es weiter: Lichtenberger Filmreihe rückt seelische Gesundheit in den Fokus

2. Sept.
2 Min. Lesezeit

Lichtenberg – Nach der Sommerpause kehrt die Filmreihe „Irrsinnig Menschlich“ zurück auf die große Leinwand: Bereits im 17. Jahr verbindet das Format anspruchsvolle Filme mit Gesprächen über seelische Krisen, psychische Belastungen und den Umgang mit Vorurteilen.


Das Besondere: Nach jeder Vorstellung können Besucherinnen und Besucher mit Fachleuten, Betroffenen und Angehörigen ins Gespräch kommen. Damit soll das Kino nicht nur Ort der Unterhaltung sein, sondern auch Raum für Information, Begegnung und offenen Austausch.


Drei Filmabende bis November

Der nächste Termin steht bereits fest. Am Mittwoch, 16. September 2026, um 17.30 Uhr läuft „Aftersun“. Der Film beschäftigt sich mit Erinnerungen, einer Vater-Tochter-Beziehung und verletzlichen Übergängen im Leben.


Am 14. Oktober 2026 folgt um 17.30 Uhr „Corsage / Neuer Anfang“. Im Mittelpunkt stehen der schwierige Weg nach einer Psychiatrie-Entlassung und der Umgang mit gesellschaftlicher Stigmatisierung.


Den Abschluss der bislang angekündigten Termine bildet am 18. November 2026 die Dokumentation „Chaos im Kopf – ADHS im Erwachsenenalter“. Thematisiert werden unter anderem späte Diagnosen, persönliche Lebensentwürfe und der Alltag mit ADHS.


Bezirk hält Eintritt bewusst niedrig

Unterstützt wird die Filmreihe auch 2026 durch das Bezirksamt Lichtenberg. Pro Kinokarte werden 2,50 Euro bezuschusst, sodass der Eintritt für die Besucherinnen und Besucher bei 6 Euro liegt.


Bezirksstadträtin Dr. Catrin Gocksch (CDU) erklärte, die Reihe bringe Fragen der seelischen Gesundheit seit vielen Jahren in die Öffentlichkeit und schaffe Raum für Information und Austausch. Mit der finanziellen Unterstützung wolle das Bezirksamt möglichst vielen Menschen die Teilnahme erleichtern und den gesellschaftlichen Dialog über psychische Belastungen fördern.


Damit setzt der Bezirk zugleich auf ein niedrigschwelliges Angebot, bei dem Unterhaltung, Information und persönliche Begegnung miteinander verbunden werden.


Nach dem Film beginnt das Gespräch

Mit dem Abspann ist der Abend nicht vorbei: Im Anschluss an jede Vorstellung lädt das Team zu einem moderierten Publikumsgespräch ein. Dabei stehen professionell und ehrenamtlich Tätige, Expertinnen und Experten, Menschen mit eigener Krisenerfahrung sowie Angehörige als Gesprächspartner zur Verfügung.


Die Filmreihe will damit dazu beitragen, psychische Erkrankungen und Krisen stärker aus der Tabuzone zu holen und einen offenen Umgang mit seelischer Gesundheit zu fördern.


Hier finden die Vorstellungen statt

Veranstaltungsort ist das CineMotion Berlin-Hohenschönhausen, Wartenberger Straße 174, 13051 Berlin.


Eine vorherige Kontaktaufnahme wird insbesondere für Schulklassen empfohlen. Anmeldungen und Rückfragen sind per E-Mail an filmreihe@gpv-lichtenberg.de sowie direkt über das Kino möglich.


Getragen wird „Irrsinnig Menschlich“ von mehreren Partnern, darunter der Gemeindepsychiatrische Verbund Lichtenberg, das CineMotion, der Landesverband Angehörige psychisch erkrankter Menschen Berlin, verschiedene Selbsthilfeorganisationen, das Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge sowie weitere Engagierte.

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