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Sicherer zur Schule: Berlin führt erstmals Schulmobilitätspläne ein

31. Aug.
2 Min. Lesezeit

Berlin – Berlin will die Wege zu Schulen sicherer machen und dafür Verkehrsplanung, Schulalltag und Verwaltung enger miteinander verzahnen. Der Senat hat sich mit einem neuen Konzept zum Mobilitätsmanagement für Schulen beschäftigt. Herzstück soll ein erstmals berlinweit eingesetzter Schulmobilitätsplan für einzelne Schulstandorte werden.


Das Konzept wurde auf Vorlage von Verkehrssenatorin Ute Bonde und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch in den Senat eingebracht. Damit setzt das Land eine Vorgabe aus dem Berliner Mobilitätsgesetz um und schafft die Grundlage für einen einheitlicheren Umgang mit Fragen der Schulwegsicherheit.


Ein Plan soll alle Maßnahmen zusammenbringen

Bislang verteilen sich Zuständigkeiten rund um Schulwege auf unterschiedliche Stellen. Der neue Schulmobilitätsplan soll diese künftig für einen Schulstandort zusammenführen.

Dabei geht es um drei zentrale Bereiche: Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung, Information und Kommunikation sowie Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsangebote.


Schulen, Bezirke und die zuständigen Senatsverwaltungen sollen gemeinsam festlegen, welche Maßnahmen notwendig sind und in welchem Zeitraum diese umgesetzt werden sollen. Damit soll künftig nachvollziehbarer werden, wo Handlungsbedarf besteht und wer für die nächsten Schritte zuständig ist.


Verkehrssenatorin Ute Bonde betonte, Verkehrssicherheit habe insbesondere für Kinder eine hohe Bedeutung. Der Schulweg sei für viele von ihnen eine der ersten Strecken, die sie selbstständig im Straßenverkehr zurücklegten. Mit den neuen Plänen erhielten Schulen und Bezirke nach ihren Worten erstmals ein gemeinsames Instrument, um Gefahrenstellen systematisch zu erfassen und abzubauen.


Vier Berliner Schulen haben das Modell bereits getestet

Ganz bei null beginnt Berlin dabei nicht. Grundlage des neuen Konzepts ist ein Projekt zum schulischen Mobilitätsmanagement, das zwischen 2022 und 2025 durchgeführt wurde.


Neben Fachleuten aus Schulen und Kitas waren daran Vertreter aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Institutionen und Wissenschaft beteiligt. An vier Berliner Schulen wurden zudem Pilotprojekte umgesetzt.


Die Erfahrungen aus dieser Erprobungsphase sollen nun in die weitere Einführung einfließen.


Ab 2027 startet die praktische Erprobung

Bis zu einer flächendeckenden Einführung ist allerdings noch etwas Zeit vorgesehen.

Zunächst sollen bis Dezember 2026 die notwendigen organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen geschaffen werden.


Ab dem ersten Quartal 2027 soll das Mobilitätsmanagement dann räumlich und zeitlich begrenzt eingeführt werden. Ab 2028 sollen die dabei gewonnenen Erfahrungen ausgewertet und das Konzept weiterentwickelt werden. Anschließend ist eine erneute Befassung des Senats vorgesehen.


Der entscheidende Schritt soll schließlich im Januar 2029 folgen: Dann soll das schulische Mobilitätsmanagement als Landesprogramm grundsätzlich flächendeckend in Berlin etabliert werden.


Einheitliche Strategie für Berlins Schulen

Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch sieht in dem Konzept erstmals eine einheitliche Strategie für die gesamte Hauptstadt. Ziel sei es, den Verkehr rund um Schulen sicherer zu gestalten und Kinder sowie Jugendliche besser zu schützen.


Gleichzeitig sollen bestehende Angebote und Zuständigkeiten stärker gebündelt und gemeinsame Standards geschaffen werden. In einem nächsten Schritt sollen dazu Gespräche mit den beteiligten Akteuren geführt und die konkrete Umsetzung vor Ort vorbereitet werden.


Damit schafft Berlin erstmals einen gemeinsamen Rahmen für ein Thema, das Eltern, Schulen und Bezirke gleichermaßen beschäftigt. Entscheidend wird nun sein, wie schnell aus den neuen Schulmobilitätsplänen konkrete Verbesserungen vor den einzelnen Schulen entstehen.

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