190 Millionen Euro für Berlins Sicherheit: Senat beschließt neues Kriminaltechnisches Institut
- MER-Redaktion

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Berlin - Der Senat bringt eines der wichtigsten Sicherheitsprojekte der Hauptstadt auf den Weg: Am Groß-Berliner Damm 78 soll für rund 190 Millionen Euro ein modernes Kriminaltechnisches Institut entstehen. Der Neubau soll der Polizei Berlin künftig deutlich bessere Bedingungen für die Aufklärung schwerer Straftaten bieten.
Den entsprechenden Beschluss fasste der Senat in seiner Sitzung am 14. Juli 2026. Die Vorlage wurde von Innensenatorin Iris Spranger gemeinsam mit den Senatsverwaltungen für Finanzen, Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Senatskanzlei eingebracht.
190 Millionen Euro stehen bereit
Für das Großprojekt stehen nach Angaben des Senats aktuell 190 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes zur Verfügung. Die Planung und Umsetzung soll durch die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH, kurz BIM, erfolgen.
Mit dem Beschluss schafft Berlin die Grundlage für ein neues Institutsgebäude, das den technischen und funktionalen Anforderungen moderner Kriminalitätsbekämpfung gerecht werden soll.
Das Kriminaltechnische Institut gehört zum Landeskriminalamt der Polizei Berlin. Dort werden unter anderem Spuren, technische Beweismittel und weitere kriminaltechnisch relevante Materialien untersucht. Die Ergebnisse können bei der Aufklärung schwerer Straftaten eine entscheidende Rolle spielen.
Bisheriger Standort stößt an Grenzen
Das derzeitige Gebäude des Instituts am Tempelhofer Damm kann die zunehmenden Anforderungen nach Einschätzung des Senats langfristig nicht mehr erfüllen. Die vorhandenen Laborkapazitäten seien nicht ausreichend, zugleich befinde sich die technische Infrastruktur an ihrer Leistungsgrenze.
Eine qualitativ hochwertige und leistungsfähige kriminaltechnische Arbeit sei an dem bisherigen Standort deshalb perspektivisch nicht mehr im notwendigen Umfang möglich. Der Neubau soll ausreichend Platz für moderne Labore, technische Anlagen und zeitgemäße Arbeitsbedingungen schaffen.
Moderne Technik für schwere Ermittlungen
Innensenatorin Iris Spranger bezeichnete den Senatsbeschluss als wichtigen ersten Schritt.
Der Neubau sei für die Polizei Berlin und für die Sicherheit der Hauptstadt von großer Bedeutung.
Insbesondere Anschläge auf die Berliner Infrastruktur und Stromversorgung hätten gezeigt, welche erheblichen Folgen schwere Straftaten für das öffentliche Leben haben könnten.
Ein modernes und leistungsfähiges Kriminaltechnisches Institut sei daher für die Aufklärung komplexer Kriminalitätsdelikte unerlässlich.
Senat stärkt die Sicherheitsbehörden
Mit der geplanten Investition modernisiert Berlin einen zentralen Bereich der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Leistungsfähige Labore und zeitgemäße technische Ausstattung sollen dazu beitragen, Spuren schneller, präziser und unter besseren Bedingungen auszuwerten.
Der Senatsbeschluss markiert zunächst den Start des Projektes. Konkrete Angaben zum Baubeginn, zur Fertigstellung und zur späteren Inbetriebnahme des neuen Institutes wurden bislang nicht genannt.
Mit den bereitstehenden Bundesmitteln und der Beauftragung der BIM sind jedoch wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um die Planungen für den Neubau am Groß-Berliner Damm zügig voranzubringen.




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