Berlin holt Hightech-Schub: Israel Aerospace Industries IAI plant Innovationszentrum in der Hauptstadt
Berlin - Der nächste Schritt als Standort für Zukunftstechnologien ist gemacht: Das Land Berlin und der israelische Luft- und Raumfahrtkonzern Israel Aerospace Industries (IAI) haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines Innovationszentrums für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung unterzeichnet. Gleichzeitig soll die industrielle Präsenz des Unternehmens in Berlin weiter ausgebaut werden.
Hightech, Start-ups und neue Arbeitsplätze
Das geplante Innovationszentrum soll junge Unternehmen und Gründer in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Sicherheit sowie sogenannten Dual-Use-Technologien unterstützen. Dabei handelt es sich um Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können.
Geplant sind unter anderem Accelerator-Programme, Kooperationen mit Start-ups sowie Pilotprojekte, bei denen neue Technologien unter realen Bedingungen getestet werden. Ziel ist es, neue industrielle Kapazitäten aufzubauen, Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen und qualifizierte Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen.
Wegner setzt auf Zukunftsbranche
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sieht in dem Vorhaben eine große Chance für den Standort Berlin.
Nach seinen Angaben sei die Hauptstadt der geeignete Ort für ein Innovationszentrum dieser Art. Angesichts der weltweiten Krisenlage sei es wichtig, Investitionen in Luft- und Raumfahrt gezielt zu fördern und Unternehmen sowie Start-ups stärker zu vernetzen.
Die Zusammenarbeit mit IAI bringe erstklassiges technologisches Know-how nach Berlin und solle dazu beitragen, die Hauptstadt als führenden Innovationsstandort auszubauen.
Bekannt durch Arrow 3 und Heron-Drohnen
IAI zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungstechnologien. In Deutschland ist der Konzern unter anderem durch das Raketenabwehrsystem Arrow 3, die Aufklärungsdrohnen Heron TP der Bundeswehr sowie das autonome Unterwassersystem BlueWhale bekannt.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung bei einem Treffen zwischen Kai Wegner, IAI-Vorstandschef Boaz Levy sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft.
Signal für Berlins Wirtschaftsstandort
Mit dem geplanten Innovationszentrum könnte Berlin seine Rolle als europäischer Standort für Sicherheits-, Luft- und Raumfahrttechnologien deutlich stärken. Gleichzeitig würde die Ansiedlung eines weiteren internationalen Technologiepartners die wirtschaftliche Bedeutung der Hauptstadt weiter ausbauen.
Die Vereinbarung passt in die Strategie des Berliner Senats, Zukunftsbranchen gezielt anzusiedeln und Berlin als Innovations- und Technologiestandort international sichtbarer zu machen.





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