Berlin setzt starkes Zeichen gegen das Vergessen
Mitte - Berlin erinnert künftig dauerhaft an eine der bedeutendsten Stimmen gegen das Vergessen: Der Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus trägt ab sofort den Namen Margot Friedländer.
Mit der feierlichen Enthüllung des neuen Straßenschildes setzt die Hauptstadt ein sichtbares Zeichen für Menschlichkeit, Erinnerungskultur und den Schutz jüdischen Lebens.

Bild: CDU Berlin
Die Ehrung für die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin gilt als eines der symbolträchtigsten Zeichen der vergangenen Monate in Berlin. Politiker, Gäste und Vertreter der CDU Berlin würdigten Friedländers jahrzehntelanges Engagement gegen Antisemitismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Humanität kann stärker sein“
Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hob die besondere Bedeutung der Namensgebung hervor. Friedländer sei der Beweis, dass Humanität über Unmenschlichkeit siegen könne.
Gerade in Zeiten zunehmender antisemitischer Straftaten und gesellschaftlicher Spannungen sei ihre Botschaft aktueller denn je.
Die CDU Berlin erklärte in einem Social-Media-Beitrag, der neue Platz solle nicht nur an das Lebenswerk Margot Friedländers erinnern, sondern zugleich Verpflichtung für die Gegenwart sein. Es gehe darum, Verantwortung zu übernehmen, hinzusehen und jüdisches Leben in Berlin sichtbar und sicher zu schützen.
Berlin will Haltung zeigen
Mit der Umbenennung unterstreicht Berlin erneut den Anspruch, Erinnerungskultur sichtbar im Stadtbild zu verankern. Besonders rund um das Abgeordnetenhaus erhält die Ehrung zusätzlich politische Symbolkraft. Der neue Margot-Friedländer-Platz liegt im direkten Umfeld zentraler Berliner Landespolitik.
Die Berliner CDU sieht darin auch ein klares Signal gegen Hass und Antisemitismus. Der Schutz jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger sei Ausdruck einer wehrhaften Demokratie und gehöre zum Kern staatlicher Verantwortung.
Erinnerung mitten im politischen Herzen Berlins
Margot Friedländer galt über Jahrzehnte als eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Erinnerungskultur. Mit Vorträgen, Gesprächen und öffentlichen Auftritten engagierte sie sich unermüdlich gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen.
Dass ihr Name nun dauerhaft vor dem Berliner Abgeordnetenhaus sichtbar bleibt, dürfte für viele Berlinerinnen und Berliner weit über eine reine Straßenbenennung hinausgehen. Der Platz wird damit zu einem politischen und gesellschaftlichen Erinnerungsort mitten im Herzen der Hauptstadt.





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