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Berlin soll zehn Tage durchhalten: Experten legen großen Krisenplan für die Hauptstadt vor

Berlin - Die Hauptstadt soll sich grundlegend auf Stromausfälle, Cyberangriffe, Sabotage, Pandemien, Extremwetter und hybride Bedrohungen vorbereiten. 


Eine vom regierenden Bürgermeister Kai Wegner eingesetzte Expertenkommission fordert dafür neue Führungsstrukturen, ein dauerhaft besetzbares Lagezentrum, krisenfeste Versorgungsstellen in den Bezirken und deutlich mehr Eigenvorsorge der Bevölkerung.


Der am 6. Juli vorgestellte Bericht geht weit über die Aufarbeitung des schweren Stromausfalls im Januar hinaus. Berlin müsse künftig in der Lage sein, zentrale Funktionen auch bei einer mehrere Bezirke betreffenden Krise bis zu zehn Tage lang aufrechtzuerhalten.


Spätestens 2029 sollen die wesentlichen Akteure ihre Kernaufgaben entsprechend autonom erfüllen können.


Stromanschlag wurde zum Weckruf

Ausgangspunkt war der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde am 3. Januar 2026. Mehrere Hochspannungskabel wurden zerstört. Rund 45.000 Haushalte mit mehr als 100.000 Menschen sowie etwa 2.200 Gewerbebetriebe in Steglitz-Zehlendorf waren betroffen.


Auch Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kitas, Flüchtlingsunterkünfte, Arztpraxen, Apotheken und Mobilfunkstandorte mussten zeitweise ohne reguläre Stromversorgung auskommen. Erst am 7. Januar war die Versorgung wiederhergestellt, das formale Ende der Großschadenslage wurde am 9. Januar festgestellt.


Der Einsatz sei zwar ohne Personenschäden bewältigt worden. Nach Einschätzung der Kommission habe Berlin dabei jedoch seine Belastungsgrenze erreicht. Besonders kritisch:

Das Schadensgebiet umfasste weniger als fünf Prozent der Berliner Fläche und nur etwa drei Prozent der Bevölkerung.


Für die Fachleute steht deshalb fest, dass sich aus dem vergleichsweise begrenzten Ereignis nicht einfach auf einen berlinweiten Krisenfall schließen lässt. Berlin müsse sich vielmehr auf deutlich größere, länger anhaltende und miteinander verknüpfte Ausfälle vorbereiten.


Notstrom und Treibstoff wurden zum Engpass

Der Bericht benennt konkrete Schwächen. Zwar seien große Notstromaggregate herangeschafft worden, häufig hätten jedoch passende Anschlüsse, Zusatzmaterialien und eine vorbereitete Treibstofflogistik gefehlt.


Zu Beginn hätten sich die beteiligten Organisationen teilweise selbst mit Kraftstoff versorgen müssen. Später unterstützte die Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe.


In einer Klinik reichten nach Angaben der Kommission 1.800 Liter Diesel lediglich für rund 20 Stunden. Gleichzeitig seien vorhandene Ressourcen nicht vollständig genutzt worden. Dazu gehörten unter anderem Aggregate des Technischen Hilfswerks.


Auch bei privaten und gewerblichen Solaranlagen sieht die Kommission erhebliches Potenzial: Rund 95 Prozent der Berliner Photovoltaikanlagen hätten während des Stromausfalls keinen Strom geliefert, weil ihnen die Fähigkeit zum sogenannten Inselbetrieb fehle.

Die Anlagen schalten sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab, obwohl auf den Dächern weiterhin Energie erzeugt werden könnte.


Wärme war da – aber oft nicht nutzbar

Besonders anschaulich zeigt der Bericht die Abhängigkeiten der verschiedenen Systeme. Gas und Fernwärme hätten an vielen Gebäuden grundsätzlich weiter zur Verfügung gestanden. Häufig fehlte jedoch Strom für Zündung, Steuerung oder Umwälzpumpen.


Teilweise wären lediglich 20 bis 30 Watt notwendig gewesen, um eine Heizungsanlage weiterzubetreiben. Kleine Batteriespeicher oder kompakte Notstromlösungen könnten deshalb nach Ansicht der Experten künftig einen erheblichen Unterschied machen.


Bei Neubauten und Sanierungen soll die Notstromfähigkeit der Gebäudetechnik stärker berücksichtigt werden. Neue Energieanlagen sollen möglichst schwarzstart- und inselbetriebsfähig sein. Eine Anlage gilt als schwarzstartfähig, wenn sie ohne Strom aus dem öffentlichen Netz wieder hochgefahren werden kann.


Zusätzlich empfiehlt die Kommission den Aufbau einer zweiten schwarzstartfähigen Wärmeerzeugungsanlage für Berlin.


Sieben Maßnahmen sollen Berlin krisenfester machen

Im Zentrum des Berichts stehen sieben grundlegende Empfehlungen. Sie sollen nach dem Willen der Kommission nicht einzeln, sondern als zusammenhängende neue Resilienzarchitektur umgesetzt werden.


Chief Resilience Officer für Berlin

Die Kommission empfiehlt einen Chief Resilience Officer, kurz CRO, auf Staatssekretärsebene in der Senatskanzlei. Diese Person soll die Vorsorge ressortübergreifend koordinieren, Standards entwickeln, Schwachstellen benennen und regelmäßig über Fortschritte berichten.


Der CRO wäre im Krisenfall allerdings kein zweiter Einsatzleiter. Die operative Führung soll weiterhin beim Krisenstab der Innenverwaltung liegen. Der neue Beauftragte soll vor allem dafür sorgen, dass Vorsorge nicht nach jedem Ereignis für einige Wochen Aufmerksamkeit erhält und anschließend wieder in den Hintergrund rückt.


Innensenatorin Iris Spranger äußerte sich zu diesem Vorschlag zurückhaltend. Einen weiteren Beauftragten brauche Berlin aus ihrer Sicht nicht. Entscheidend sei vielmehr die Umsetzung bestehender Vorhaben. Der Bericht bestätige jedoch, dass deutlich mehr Geld für den Katastrophenschutz notwendig sei.


Permanentes Lage- und Krisenzentrum

Bei der Innenverwaltung soll nach dem Konzept der Kommission ein dauerhaft verfügbares Lage- und Krisenzentrum entstehen. Dort sollen Informationen aus den Senatsverwaltungen, Bezirken, Sicherheitsbehörden und kritischen Infrastrukturen zusammenlaufen.


Das Zentrum soll auch bei einem längeren Strom- oder Kommunikationsausfall arbeitsfähig bleiben. Es soll Berlin mit dem Bund, der Bundeswehr sowie bestehenden Lagezentren von Polizei und Feuerwehr verbinden, ohne deren Aufgaben zu übernehmen.


Ziel ist ein gemeinsames, aktuelles Lagebild. Beim Stromausfall im Januar hätten beteiligte Unternehmen teilweise erst aus den Medien erfahren, dass eine größere Schadenslage vorlag.


Resilienzhubs, Leuchttürme und Kiezboxen

Berlin soll ein dreistufiges Netz physischer Anlaufstellen erhalten. Resilienzhubs wären große, möglichst autarke Versorgungs- und Logistikknoten. Dort könnten Medikamente, Lebensmittel, Energie, Personal und Material vorgehalten werden.


Auch Einsatzkräfte und hilfebedürftige Menschen könnten dort untergebracht und versorgt werden.


Katastrophenschutz-Leuchttürme sollen als wohnortnahe Anlaufstellen in den Bezirken dienen. Bürger könnten dort Notrufe absetzen, Informationen erhalten, Geräte laden oder Unterstützung anfordern.


Kiezboxen sollen das System auf Quartiersebene ergänzen. Die Kommission geht davon aus, dass für eine stadtweite Abdeckung rund 300 stromautarke Kommunikationsknoten notwendig wären. Sie sollen eine Zwei-Wege-Kommunikation zwischen Bevölkerung und Verwaltung ermöglichen und bereits im Alltag genutzt werden.


Berlin soll regelmäßig den Ernstfall üben

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine verbindliche Übungskultur. Senatsverwaltungen, Bezirke, Unternehmen, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe und Hilfsorganisationen sollen ihre Zusammenarbeit regelmäßig erproben.


Vorgesehen sind jährliche Übungen auf Senatsebene, halbjährliche Übungen in den Bezirken sowie spezielle Tests einzelner Funktionen. Neue Technik und Verfahren sollen zunächst in sogenannten Erprobungslaboren unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden.


Die Kommission warnt davor, sich auf Notfallpläne zu verlassen, die lediglich auf Papier bestehen. Erst Übungen zeigten, ob Zuständigkeiten, Kommunikationswege und Ressourcen tatsächlich funktionierten.


Digitaler Zwilling soll Krisen simulieren

Berlin soll außerdem einen digitalen Zwilling seiner kritischen Infrastruktur aufbauen.

Gemeint ist ein datenbasiertes Abbild der Stadt, mit dem Abhängigkeiten und mögliche Kettenreaktionen sichtbar gemacht werden können.


So könnte etwa simuliert werden, welche Auswirkungen der Ausfall einer Umspannstation auf Krankenhäuser, Mobilfunkstandorte, Pumpwerke, Verkehrswege oder Lebensmittelmärkte hätte.

Der digitale Zwilling soll an das neue Lage- und Krisenzentrum angebunden werden.


Damit könnten Verantwortliche nicht nur auf bereits eingetretene Schäden reagieren, sondern mögliche Entwicklungen frühzeitig durchspielen.


Mobilfunk soll mindestens 72 Stunden durchhalten

Die Kommunikation gehört zu den größten Schwachstellen. Viele Mobilfunkstandorte verfügten laut Bericht lediglich über Batteriereserven für ungefähr 30 Minuten. Bei einem längeren Stromausfall könnten Mobilfunk und Internet deshalb großflächig zusammenbrechen.


Die Kommission fordert einen verbindlichen Mindeststandard von zunächst 72 Stunden.

Dafür seien allerdings auch bundesrechtliche Regelungen erforderlich.


Cell Broadcast, Warn-Apps, Sirenen sowie UKW- und Digitalradio sollen stärker miteinander verzahnt werden. Informationen müssten verständlich, mehrsprachig und konkret handlungsleitend sein.


Die Experten empfehlen jedem Haushalt ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio. Auch eine geladene Powerbank gehöre zur sinnvollen Grundausstattung. Im Januar hätten Pressekonferenzen allein nicht ausgereicht, um die unmittelbar Betroffenen zuverlässig zu erreichen.


Notfallnetz für Busse und Bahnen

Auch für den Verkehr verlangt die Kommission vorbereitete Rückfallebenen. Berlin soll ein verbindliches Notfallnetz für Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und weitere Verkehrsmittel definieren.


Priorisierte Korridore für Feuerwehr, Rettungsdienste und Versorgungsfahrzeuge sollen bereits vor einer Krise festgelegt werden. Für gesperrte Tunnel, Autobahnen oder Bahnstrecken brauche es vorbereitete Umleitungen und Notbetriebskonzepte.


Die BVG soll nach Vorstellung der Experten einen Mindestanteil an Dieselbussen behalten.

Eine vollständige Umstellung der Flotte auf alternative Antriebe wird aus Resilienzgründen kritisch gesehen. Diesel- und Hybridfahrzeuge könnten bei bestimmten Ausfallszenarien als Rückfallebene dienen.


U-Bahnhöfe, Tiefgaragen und andere Verkehrsbauten sollen zudem auf ihre mögliche Nutzung als Schutz-, Informations- oder Versorgungsorte geprüft werden.


Krankenhäuser sollen sich in vier Regionen organisieren

Für das Gesundheitswesen schlägt die Kommission eine Neuordnung der Krisenstrukturen vor. Die Berliner Krankenhauslandschaft könnte in vier regionale Cluster gegliedert werden: Nord, Ost, Süd sowie West/Mitte.


In jedem Cluster sollen zwei große Ankerkliniken besondere Koordinierungsaufgaben übernehmen. Gleichzeitig brauche jede Region eine Backup-Verbindung zu einem anderen Cluster.


Verlegungspfade müssten bereits im Normalbetrieb geplant und geübt werden. Wäre im Januar ein großes Krankenhaus über rund 60 Stunden ausgefallen, hätten möglicherweise mehrere hundert Patienten verlegt werden müssen. Dafür fehlten Berlin derzeit sowohl ausreichende Transportkapazitäten als auch eingeübte Verfahren.


Krankenhäuser sollen Treibstoff für mindestens 72 Stunden vorhalten. Für Maximalversorger empfiehlt der Bericht Reserven für 168 Stunden, also sieben Tage. Hinzukommen sollen externe Einspeisepunkte, sichere Sauerstoff-, Wasser- und Abwassersysteme sowie georedundante Datensicherungen.

Zehn Tage Lebensmittel für jeden Haushalt

Besonders abhängig ist Berlin von Lebensmitteltransporten aus Brandenburg. Nach Angaben des Berichts stammen 90 bis 95 Prozent der Lebensmittel aus Zentrallagern im Umland. Die Lieferketten arbeiten überwiegend nach dem Just-in-time-Prinzip.


Bei einem berlinweiten Ausfall könnten die Reserven in Haushalten, Geschäften und Lagern nach Einschätzung der Kommission nicht für zehn Tage reichen.


Berlin soll deshalb eigene Notreserven aufbauen, Logistikunternehmen vertraglich einbinden und in jedem Bezirk besonders krisenfeste Versorgungsfilialen bestimmen. Schulen mit Großküchen, Kulturhäuser, Hotels, Gastronomiebetriebe und soziale Einrichtungen könnten als Ausgabestellen für Notverpflegung dienen.


Die Bevölkerung soll zunächst Vorräte für mindestens drei Tage anlegen und diese perspektivisch auf zehn Tage erweitern. Dazu gehören insbesondere Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente und notwendige Hilfsmittel.


Die Kommission betont dabei, dass staatliche Vorsorge und private Eigenverantwortung zusammengehören. Eigene Vorräte sollten den Staat nicht aus seiner Verantwortung entlassen, könnten Einsatzkräften aber wertvolle Zeit verschaffen.


Vulnerable Menschen besser erreichen

Im Januar lagen mehr als 70 Pflegeeinrichtungen im betroffenen Gebiet. Dennoch fehlten nach Einschätzung der Kommission eine vollständige Übersicht besonders gefährdeter Menschen sowie gesicherte Strukturen für deren Versorgung.


Künftig könnten sich stromabhängige Pflegebedürftige und andere besonders gefährdete Personen freiwillig in entsprechende Register eintragen. Bezirke, Pflegedienste und Hilfsorganisationen könnten dadurch schneller erkennen, wo Unterstützung benötigt wird.


Gleichzeitig soll Nachbarschaftshilfe gestärkt werden. Gerade in den ersten Stunden einer Krise könne sie zur entscheidenden Auffanglinie werden.


Mehr Personal für den Dauerbetrieb

Die besten Pläne helfen wenig, wenn qualifiziertes Personal fehlt. Während des Stromausfalls seien Krisenstäbe teilweise nicht in der Lage gewesen, dauerhaft im Schichtbetrieb zu arbeiten. Beschäftigte aus Brandenburg hätten ihre Einsatzorte verspätet oder gar nicht erreicht.


Für jede Senatsverwaltung, jeden Bezirk und alle wichtigen Betreiber soll deshalb eine Reserve geschulter Mitarbeiter aufgebaut werden. Die Planung soll einen 24-Stunden-Betrieb über zehn Tage ermöglichen.


Dabei müsse auch verhindert werden, dass dieselben Ehrenamtlichen gleichzeitig bei Feuerwehr, THW, Bundeswehr oder mehreren Hilfsorganisationen eingeplant werden.


Eine offlinefähige Plattform könnte künftig Spontanhelfer registrieren, qualifizieren und gezielt einsetzen. Zusätzlich soll ein Pendlerpakt zwischen Berlin und Brandenburg die Erreichbarkeit von Schlüsselpersonal sichern.


Berlin muss auch ohne Bundeswehr auskommen können

Die Experten wollen die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr intensivieren. Dafür soll bei der Innenverwaltung eine zentrale Stelle für die zivil-militärische Zusammenarbeit entstehen. Auch in den Bezirken könnten entsprechende Zellen eingerichtet werden.


Ein gemeinsames Register soll erfassen, welche Fahrzeuge, Notstromaggregate, medizinischen Fähigkeiten oder Spezialgeräte im Ernstfall verfügbar sind.


Gleichzeitig warnt die Kommission vor einer zu großen Abhängigkeit von militärischer Hilfe. Im Spannungs- oder Verteidigungsfall könnte die Bundeswehr eigene Aufgaben haben und nicht im gewohnten Umfang für Amtshilfe zur Verfügung stehen. Berlin müsse deshalb grundsätzlich auch mit zivilen Kräften handlungsfähig bleiben.


Wegner will Berlin zur Modellstadt machen

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner erklärte bei der Vorstellung des Berichts, Berlin solle zur Modellstadt der Krisenfestigkeit werden. Der Senat habe bereits ein Paket mit 66 Maßnahmen erarbeitet, um die Hauptstadt sicherer und widerstandsfähiger zu machen.


Die Vorschläge der Kommission sollen nun geprüft und mit den bereits begonnenen Maßnahmen verbunden werden. Wegner dankte den Fachleuten für ihre konkreten Empfehlungen.


Innensenatorin Spranger hob hervor, dass die bestehenden Katastrophenschutzstrukturen durch die Kommission nicht grundsätzlich infrage gestellt würden. Der Bericht liefere vielmehr Vorschläge für deren weiteren Ausbau. Entscheidend seien nun ausreichende finanzielle Mittel und eine konsequente Umsetzung.


Bericht wurde mit Unterstützung von KI geprüft

Die Kommission legt in ihrem Bericht auch ihre Arbeitsweise offen. Grundlage waren Gespräche mit Vertretern aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie die Auswertung von Lageberichten, Betreiberinformationen und Krisenstabsprotokollen.


Künstliche Intelligenz sei unterstützend bei Recherche, Quellenabgleich, Konsistenzprüfung und Rechtschreibung eingesetzt worden. Die Systeme seien in Deutschland betrieben worden. Fachliche Bewertungen, Schlussfolgerungen und Empfehlungen stammten nach Angaben der Kommission ausschließlich von ihren Mitgliedern.


Zu ihnen gehören der frühere THW-Präsident und ehemalige Landesbranddirektor Albrecht Broemme, der Charité-Vorstandsvorsitzende Heyo Kroemer, Brigadegeneral a. D. Uwe Nerger sowie die frühere BVG- und DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta.


Jetzt entscheidet die Umsetzung

Der Bericht zeichnet das Bild einer Stadt, die über erfahrene Einsatzkräfte, leistungsfähige Unternehmen, engagierte Verwaltungen und viele Ehrenamtliche verfügt. Gleichzeitig zeigt er, dass diese Kräfte bei einer größeren Krise besser koordiniert, ausgestattet und dauerhaft einsatzfähig sein müssen.


Eine hundertprozentige Sicherheit könne es nicht geben. Doch Berlin könne Ausfälle besser abfedern, schneller reagieren und die Versorgung seiner Bevölkerung länger aufrechterhalten.

Die Kommission bezeichnet Ausgaben für Notstrom, Reserven, Personal, Kommunikation und Übungen ausdrücklich als Investition.


Die Kosten der Vorsorge blieben hinter den möglichen Schäden einer schweren Krise zurück. Das Zeitfenster nach dem Stromausfall müsse deshalb genutzt werden, um aus dem Weckruf konkrete und langfristige Veränderungen zu machen.

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