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Gedenken an der Glienicker Brücke wird zum Appell für Freiheit

17. Aug.
3 Min. Lesezeit

Steglitz-Zehlendorf - Anlässlich des 65. Jahrestags des Mauerbaus hat die CDU Steglitz-Zehlendorf am 13. August 2026 an der Glienicker Brücke an die Opfer der deutschen Teilung und der SED-Diktatur erinnert. Auf der Berliner Seite der historischen Brücke kamen zahlreiche Teilnehmer zu einer Gedenkveranstaltung zusammen.


Historischer Ort der deutschen Teilung

Die Glienicker Brücke zwischen Berlin und Potsdam gehört zu den bekanntesten Symbolen des Kalten Krieges. Während der deutschen Teilung verlief hier die Grenze zwischen West-Berlin und der DDR.


Bei der Gedenkveranstaltung stand deshalb nicht nur die Erinnerung an Mauerbau, politische Verfolgung und Unfreiheit im Mittelpunkt, sondern auch die Bedeutung von Freiheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Eingeladen hatte der Kreisvorsitzende der CDU Steglitz-Zehlendorf, Stephan Standfuß.


Evers erinnert an Verantwortung für Freiheit und Demokratie

Auch Stefan Evers nahm an der Veranstaltung teil. Nach Angaben der CDU habe er in seiner Ansprache hervorgehoben, dass die Erinnerung an den Mauerbau und die Opfer der SED-Diktatur eine bleibende Verpflichtung sei.


Das Gedenken sei zugleich ein Auftrag für die Gegenwart. Freiheit, Demokratie und der respektvolle Austausch unterschiedlicher Meinungen seien nicht selbstverständlich. Umso wichtiger sei es, miteinander im Gespräch zu bleiben, zuzuhören und gesellschaftliche Gräben zu überwinden.


Persönliche Erinnerung von Tim Richter

Besonders persönlich schilderte Tim Richter seine Verbindung zur Geschichte der deutschen Teilung. Der Vorsitzende der CDU Wannsee und Spitzenkandidat seiner Partei für das Amt des Bezirksbürgermeisters in Steglitz-Zehlendorf wurde selbst in der DDR geboren.


Richter erinnerte daran, wie er am Morgen des 10. November 1989 als kleiner Junge in die Küche gekommen sei und seine Mutter vor Freude geweint habe: Die Berliner Mauer war gefallen.


Diese Erinnerung begleite ihn bis heute. Jeder Weg über eine ehemals geschlossene Grenze verdeutliche ihm, welche Bedeutung Freiheit habe.

„Grenzen können fallen, Brücken können entstehen und Menschen können wieder miteinander ins Gespräch kommen“, erklärte Richter.


„Freie Gesellschaften schaffen Verbindungen“

In seiner Ansprache schlug Richter zugleich den Bogen zur Gegenwart. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Auseinandersetzungen müsse es möglich bleiben, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und respektvoll um die besten Lösungen zu ringen.


Die Glienicker Brücke stehe dafür in besonderer Weise sinnbildlich: Einst habe sie Menschen voneinander getrennt, heute verbinde sie Berlin und Brandenburg wieder miteinander.



Die Glienicker Brücke stehe dafür in besonderer Weise sinnbildlich: Einst habe sie Menschen voneinander getrennt, heute verbinde sie Berlin und Brandenburg wieder miteinander.

Richter formulierte es so:


„Am 10. November 1989 kam ich als kleiner Junge morgens in die Küche. Meine Mutter weinte – vor Freude. Die Mauer war gefallen.


Als in der DDR geborener Mensch bewegt mich jeder Weg über eine einst geschlossene Grenze bis heute zutiefst. Er erinnert daran, was Freiheit bewirken kann: Grenzen können fallen, Brücken können entstehen und Menschen können wieder miteinander ins Gespräch kommen.


Gerade in einer Zeit, in der oft neue Gräben entstehen, müssen wir einander zuhören, unterschiedliche Meinungen aushalten und im respektvollen Streit um die besten Lösungen ringen. Denn aus Debatte und Diskurs wachsen Freiheit, Verantwortung und Zusammenhalt.


Heute gehen wir gemeinsam über eine Brücke, die lange getrennt hat. Ein starkes Zeichen dafür, dass Diktaturen Menschen einschließen – freie Gesellschaften aber Verbindungen schaffen.


Zum Gedenken an den 13. August und an die Opfer der deutschen Teilung: Lasst uns Brücken nicht nur überqueren, sondern sie aktiv bauen. Mit Offenheit, Respekt und dem festen Willen, miteinander zu reden.“


Die Veranstaltung an der Glienicker Brücke setzte damit ein Zeichen für die Erinnerung an die Opfer der deutschen Teilung und für den dauerhaften Wert von Freiheit und Demokratie.

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