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Körper zwischen Gotik und Zukunft: Veronika Witte verwandelt das Gotische Haus

28. Juli
2 Min. Lesezeit

Spandau – Mittelalterliche Architektur trifft auf zeitgenössische Körperbilder: Am Donnerstag, 30. Juli 2026, eröffnet im Gotischen Haus Spandau die Einzelausstellung „Das Nichts ist voller Körper“ der Künstlerin Veronika Witte.


Besucherinnen und Besucher können dabei erstmals die Werkgruppen „Liquid Identities“ und „Ghosted Bodies“ an diesem besonderen historischen Ort erleben.


Die Ausstellung wird um 19 Uhr eröffnet. Bezirksstadträtin Dr. Carola Brückner begrüßt die Gäste. Anschließend führt Dr. Jens-Ole Rey, Kurator des Gotischen Hauses, in die Arbeiten und deren Zusammenspiel mit dem mittelalterlichen Gebäude ein.


Wenn Körper ihre festen Grenzen verlieren

Veronika Witte beschäftigt sich in ihren Skulpturen, Videoarbeiten und Soundinstallationen mit gesellschaftlichen, biologischen und kulturellen Vorstellungen vom menschlichen Körper. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Körper wahrgenommen, definiert und möglicherweise künftig neu gedacht werden können.


Die Arbeiten zeigen Körper nicht als unveränderliche und eindeutig festgelegte Formen. Vielmehr erscheinen sie wandelbar, mehrdeutig und offen für unterschiedliche Identitäten. Gerade im historischen Ambiente des Gotischen Hauses entsteht dadurch ein spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.


Gotische Mischwesen treffen auf moderne Skulpturen

Kurator Dr. Jens-Ole Rey sieht in der Verbindung zwischen den zeitgenössischen Arbeiten und der mittelalterlichen Architektur einen besonderen Reiz.


„Veronika Wittes Arbeiten im Gotischen Haus zu zeigen, ist für mich besonders spannend, weil sich zwischen den Skulpturen und der mittelalterlichen Architektur unerwartete Bezüge ergeben“, erklärt Rey.


Bereits die gotische Architektur kenne mit Wasserspeiern, Chimären und anderen Mischwesen Körper, die sich einer eindeutigen Form entzögen. Wittes Skulpturen griffen diese Mehrdeutigkeit auf, übersetzten sie jedoch in die Gegenwart und stellten die Frage, wie Menschen den Körper heute und in Zukunft verstehen könnten.


Damit wird das Gotische Haus selbst zu einem wichtigen Bestandteil der Ausstellung: Seine historischen Räume bilden nicht nur die Kulisse, sondern treten unmittelbar mit den Installationen und Skulpturen in Beziehung.


Zwei Werkgruppen erstmals in Spandau

Mit „Liquid Identities“ und „Ghosted Bodies“ präsentiert das Gotische Haus erstmals zwei Werkgruppen von Veronika Witte. Die Ausstellung verbindet unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen und eröffnet den Besucherinnen und Besuchern mehrere Zugänge zu den behandelten Themen.


Skulpturale Körper begegnen bewegten Bildern und akustischen Eindrücken. So entsteht eine vielschichtige Ausstellung, die nicht nur betrachtet, sondern auch räumlich und sinnlich erfahren werden kann.


Ausstellung läuft bis Oktober

Die Ausstellung „Das Nichts ist voller Körper“ ist vom 31. Juli bis zum 11. Oktober 2026 im Gotischen Haus in der Breiten Straße 32 zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.


Informationen auf einen Blick

Eröffnung: Donnerstag, 30. Juli 2026, 19 Uhr

Laufzeit: 31. Juli bis 11. Oktober 2026

Ort: Gotisches Haus, Breite Straße 32, 13597 Berlin

Eintritt: kostenfrei

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