Senat macht Weg frei für neuen BMZ-Campus am Anhalter Bahnhof
Friedrichshain-Kreuzberg - Zwischen Stresemannstraße, Anhalter Straße und Martin-Gropius-Bau soll ein neues Stück Berliner Zukunft entstehen.
Der Senat hat den Bebauungsplanentwurf 2-64 beschlossen und damit die Grundlage für den geplanten Campus für Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geschaffen.
Berlin nutzt eine brachliegende Fläche
Das Vorhaben betrifft die westliche Teilfläche nördlich der Anhalter Straße und östlich der Stresemannstraße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.
Dort sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Neubau des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geschaffen werden. Zugleich werden das denkmalgeschützte Deutschlandhaus und das Europahaus planungsrechtlich gesichert.
Damit wird ein bislang ungenutztes Grundstück in zentraler Lage neu geordnet. Aus einer brachliegenden Fläche soll ein moderner Verwaltungsstandort entstehen, der sich in das bestehende städtebauliche Umfeld einfügt und zugleich neue Verbindungen im Kiez schafft.
Zwei neue Gebäude für das Bundesministerium
Ergänzend zum bestehenden Ensemble aus Europa- und Deutschlandhaus sind ein sechs- sowie ein elfgeschossiges Gebäude vorgesehen. Die neuen Häuser sollen vor allem Büroflächen für das BMZ aufnehmen.
Hintergrund des Neubaus sind nach Angaben des Senats der Personalaufwuchs im Ministerium, die notwendige Sanierung des Europahauses sowie der Wunsch, die Berliner Standorte des BMZ räumlich zusammenzuführen. Umgesetzt wird das Projekt in Verantwortung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Für Berlin ist das Vorhaben mehr als ein reiner Verwaltungsbau. Es geht um die Weiterentwicklung eines prominenten Stadtraums, der zwischen Geschichte, Kultur, Verwaltung und öffentlichem Leben eine besondere Rolle spielt.
Neue Verbindung durch den Kiez
Ein zentraler Bestandteil der Planung ist eine öffentliche Durchwegung von der Anhalter Straße in Richtung Martin-Gropius-Bau. Dadurch soll eine attraktive Verbindung zwischen dem Askanischen Platz, dem Martin-Gropius-Bau und dem Dokumentationszentrum Topographie des Terrors entstehen.
Gerade dieser Punkt macht das Projekt für die Berlinerinnen und Berliner unmittelbar sichtbar. Der geplante Campus soll nicht nur neue Büroflächen schaffen, sondern auch Wegebeziehungen verbessern und den Stadtraum öffnen. Damit wird ein Bereich aufgewertet, der heute zwar zentral liegt, aber städtebaulich noch mehr Potenzial bietet.
Ergebnis mehrerer Wettbewerbe
Der nun beschlossene Entwurf ist das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs sowie eines im Jahr 2025 durchgeführten hochbaulichen Realisierungswettbewerbs. Damit setzt der Senat auf ein Verfahren, das architektonische Qualität, städtebauliche Einbindung und öffentliche Nutzbarkeit miteinander verbinden soll.
Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler erklärte, der Neubau biete die Chance, ein bislang brachliegendes Grundstück nachhaltig aufzuwerten und die umliegenden Stadträume miteinander zu vernetzen. Der Neubau werde sich qualitätvoll in die bestehende Bebauung einfügen und einen echten Mehrwert für die Menschen schaffen.
Ein starkes Signal für Berlins Mitte
Mit dem Beschluss bringt der Senat ein weiteres großes Stadtentwicklungsprojekt auf den Weg. In zentraler Lage entsteht die Perspektive für einen modernen Bundesstandort, der Denkmalschutz, Verwaltung, Architektur und öffentliche Wegeführung miteinander verbinden soll.
Für Friedrichshain-Kreuzberg bedeutet das: Ein wichtiger Stadtraum bekommt neue Aufmerksamkeit. Für Berlin insgesamt ist es ein weiteres Signal, dass zentrale Flächen nicht liegen bleiben, sondern Schritt für Schritt für die Zukunft der Hauptstadt entwickelt werden.





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