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Streit um Marienfelder Allee: Debatte über Radwege, Tempo 30 und Parkplätze eskaliert

Tempelhof-Schöneberg – Streit um die Zukunft der Marienfelder Allee: In der Bezirkspolitik ist eine Debatte über mögliche Umbauten entlang der wichtigen Verkehrsachse entbrannt.


Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach geschützten Radwegen, zusätzlichen Querungshilfen für Fußgänger und Tempo 30. Besonders die Auswirkungen auf Verkehr, Parkplätze und Gewerbe sorgen nun für politischen Gegenwind.


Streit um Radwege und Tempo 30

Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg setzen sich für weitreichende Veränderungen an der Marienfelder Allee ein.


Vorgesehen seien unter anderem geschützte Radwege auf beiden Straßenseiten, mehr Möglichkeiten zum sicheren Überqueren der Fahrbahn sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30.


Kritik kommt dagegen aus der CDU-Fraktion der BVV Tempelhof-Schöneberg. Dort wird befürchtet, dass die Maßnahmen erhebliche Folgen für Anwohner, Pendler und den lokalen Einzelhandel haben könnten.


Sorge um hunderte Parkplätze

Nach Angaben der CDU-Fraktion könnten durch die Umbaupläne bis zu 300 Parkplätze entlang der Marienfelder Allee wegfallen. Der Fraktionsvorsitzende Patrick Liesener sehe darin eine deutliche Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner sowie für Handwerksbetriebe und Geschäfte vor Ort.


Die Fraktion betont zugleich, dass sie den Ausbau des Radwegenetzes und mehr Verkehrssicherheit grundsätzlich unterstütze. Aus ihrer Sicht müsse jedoch stärker berücksichtigt werden, dass die Marienfelder Allee als Bundesstraße eine zentrale Verkehrsverbindung im Süden Berlins sei.


CDU warnt vor Einschränkungen des Verkehrsflusses

Vor allem Tempo 30 und mögliche Fahrbahnverengungen werden kritisch gesehen.

Die CDU-Fraktion argumentiert, die Leistungsfähigkeit der Straße dürfe nicht deutlich eingeschränkt werden. Gerade im Berliner Süden spiele die Achse eine wichtige Rolle für den täglichen Verkehr.


Auch zusätzliche Querungshilfen für Fußgänger werden laut CDU nicht grundsätzlich abgelehnt. Diese müssten jedoch gezielt geplant werden, um Sicherheit, Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten und einen funktionierenden Verkehrsfluss miteinander zu verbinden.


Die Diskussion um die Marienfelder Allee dürfte damit in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen – denn die Frage, wie Berlin Verkehrssicherheit, Mobilität und Erreichbarkeit künftig austariert, beschäftigt inzwischen viele Bezirke der Hauptstadt.

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